Der Verein

Vorstandsmitglieder und Ansprechpersonen

OBRA Vereinsvorstand, Foto: Andrea Peller 2017
OBRA Vereinsvorstand, Foto: Andrea Peller 2017 (v. l. n. r.: Anna Rita Cedroni, Sonja Schwartz, Kazuko Kurosaki, Heidrun Schultz)
  • Obfrau: Aiko Kazuko Kurosaki, kazuko.kurosaki@chello.at
  • Schriftführerin: Mag.a Sonja Schwartz
  • Kassierin: Arch. D.I.in Anna Rita Cedroni
  • Stellvertretende Schriftführerin: Mag.a Heidrun Schultz

 

Aiko Kazuko Kurosaki (c) Andrea Peller
Kazuko Kurosaki (c) Andrea Peller

Aiko Kazuko Kurosaki, geboren in Tokio/Japan, lebt und arbeitet in Wien in den Bereichen Tanz, Choreographie und Performancekunst. Bei ihren Solo- und Gruppenarbeiten im In- und Ausland liegen ihre Schwerpunkte auf sozial- und umweltkritischen Projekten sowie site spezifischen, installativen, interaktiven und interventiven Arbeiten im öffentlichen Raum. Seit 2013 hat sie die künstlerische Leitung für One Billion Rising Vienna inne, seit 2015 ist sie Obfrau des Vereins OBRA.

„Je länger ich mich für diese Bewegung einsetze, umso mehr bin ich überzeugt von ihrer Wichtigkeit.. Der Backlash der Frauen*rechte, der fast überall in der Welt – leider auch hier in Europa – zu verzeichnen ist, ist besorgniserregend. Gewalt an Frauen* und Mädchen* passiert leider überall, in allen gesellschaftlichen Schichten und hat verschiedenste Ursachen. Jede Aktivität für das Ende dieses Missstands gilt es zu unterstützen – und was gibt es Besseres als mit Tanz im öffentlichen Raum auf eine freudvolle Art Frauen* und Mädchen* zu stärken und der Menschheit auf dieses Thema aufmerksam zu machen? Wir haben nun nicht nur am 14. 2. getanzt, sondern auf zahlreichen weiteren Veranstaltungen und Kundgebungen. Für mich gilt: OBRA an 365 Tagen im Jahr!“

Anna Rita Cedroni (c) Andrea Peller
Anna Rita Cedroni (c) Andrea Peller

Arch. D.I.in Anna Rita Cedroni, geboren in Rom/Italien, lebt und arbeitet seit über 20 Jahren als Architektin in Wien. Ihre Erfahrung und ihr Engagement als Frau in ihrem Beruf sowie Ihr sozialer und kultureller Hintergrund, beeinflusst vom Ballett und zeitgenössischem Tanz, führten sie dazu, ihre Interessen und Aktivitäten zu erweitern. Ende der achtziger Jahre setzte sie sich mit dem Thema „Gender in Architectural Space“ auseinander, mit dem Konklusio, dass der Rollenkonflikt zwischen Frauen* und Männern* in jeder Form der Architektur als Bestandteil vom sozialen Leben, eine Diskriminierung von Frauen* im öffentlichen Bereich zur Folge hat, die sich zu oft als psychische und physische Gewalt manifestiert.

„Architektur ist für mich nicht nur ein ästhetisches Produkt sondern auch das Resultat von einem komplexen Prozess, welches soziale und politische Themen zusammen kombiniert. Ein Raum besteht nicht nur aus eine physische Kulisse sondern auch aus einer Mischung von Wahrnehmung und Bewegung und ist die Bühne des täglichen Lebens. Die Körpersprache, insbesondere der Tanz als Protest und Widerstand, spielt eine essenzielle Rolle in der Gesellschaft zur Wiedergewinnung der Freiheit. Die Existenz einer Plattform zur Unterstützung durch aktiven Protest für ein Ende der Gewalt an Frauen*, aber auch für Diskussion und Austausch, wie OBRA, ist enorm wichtig.“

Sonja Schwartz (c) Andrea Peller
Sonja Schwartz (c) Andrea Peller

Mag.a Sonja Schwartz

„In meinen Berufserfahrungen als Tänzerin, Beraterin, Coach, Energetikerin, Lehrbeauftragte, Psychotherapeutin, Supervisorin und Trainerin in der Arbeit mit Kindern ab dem 3. Lebensjahr bis Hochbetagte, in freier Praxis sowie in ambulanten und stationären Settings, ist und war das Erleben des Frauseins im zeitlichen Kontext, eingebettet in die Historie, ein kontinuierlicher Fokus meiner Reflexion.
In dieser Arbeit begegnen mir Unterwerfungsritualen durch unterschiedliche Formen von Gewaltausübungen, die Frauen* seit Jahrhunderten, physisch und psychisch, erleiden müssen. Ich erlebe und beobachte in meiner Arbeit viele Phänomene von Autoaggression, ein Verinnerlichen von Gewaltakten an sich selbst. Diese können auch als Verweigerung und Versuche des Widerstandes gegen die Hilflosigkeit und Ohnmacht verstanden werden.
Im Tanz können wir Frauen* durch Verkörperung von Bewegung das Selbstempfinden stärken, einen bejahenden Bezug zu unserem Sein erleben und völkerübergreifend Verbundenheit und Akzeptanz verwirklichen.“

Heidrun Schultz (c) Andrea Peller
Heidrun Schultz (c) Andrea Peller

Mag.a Heidrun Schultz, ist in Berlin geboren, und hat eine Ausbildungen als  Erzieherin, Shiatsu- Praktikerin, Tanzpädagogin und Coach.

„Ich arbeite seit 30 Jahren mit Kindern, Jugendlichen und Menschen unterschiedlichster Nationalitäten zu den Themen: Rassismus, Gender, Integration/Inklusion und Diversity. In Workshops und Seminaren können wir über Frauen*rechte aufklären und stereotype Männer*- und Frauen*bilder aufweichen. Das Medium Tanz eignet sich hier wunderbar, um mit Freude und Spaß am eigenen Ausdruck schwierige Themen zu bearbeiten wie die Gewalt an Frauen* und Mädchen* oder Rollenbilder in unserer und in anderen Gesellschaften.
Sowohl in meinen Seminaren als auch bei der Körperarbeit steht der Mensch in seiner Besonderheit und Einzigartigkeit im Mittelpunkt. Deshalb ist es auch eine echte Bereicherung im Vorstand von OBRA zu sein.“

OBRA Vereinsvorstand 2015 bis 2017

  • Obfrau / Künstlerische Leitung: Aiko Kazuko Kurosaki
  • Kassierin / Gesamtkoordination OBRA: Mag.a Maria Rösslhumer
  • Schriftführerin / Gesamtkoordination OBR Vienna: Dr.in Ewa Dziedzic

Weitere ehrenamtliche Mitwirkende

Innerhalb des Vereins gibt es zudem ein Kern-Arbeitsteam, das bestimmte Aufgaben und Kompetenzen erfüllt, wie Pressearbeit, Event-Koordination, Grafik und vieles mehr. Aufgrund der größtenteils ehrenamtlichen Tätigkeiten sind wir immer auf der Suche nach Unterstützung. Der Verein verschreibt sich den Grundsätzen der Basisdemokratie, dem Vereinsvorstand obliegen aber die Letztentscheidungen – etwa bei finanziellen Fragen. Die OBRA Arbeitstreffen finden in der Regel ein bis zweimal monatlich, bei Bedarf auch öfters, statt.

Wenn du dir vorstellen kannst, den Verein mit deinen Fähigkeiten oder einer Spende zu unterstützen, freuen wir uns sehr über eine Nachricht von dir!

Unser besonderer Dank gilt allen aktuell und ehemals tatkräftig unterstützenden Personen:

(in alphabetischer Reihenfolge)

Heidi Ambrosch, Yvonne Birnbaumer, Maria Bergstötter, Margaret Carter, Katharina Deutscher, Dominique Doujenis, Bettina Frenzel, Hilde Grammel, Tanja Hinterhölzl, Brigitte Hornyik, Clara Landler, Daniela Kohoutek, Gregor Koschicek, Conchita Mini-Ritter, Sascha Osaka, Denise Narick, Petra Paul, Andrea Peller, Helga Pregesbauer, Marina Richter, Klaus Rink, Karina Pfolz, Linda Sauer, Daniela Schier, Gudrun Schönbauer, Elfie Schuh, Jenny Simanowitz, Julischka Stengele, Ulli Weish, Eva Maria Zenz (u.v.a.)

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